Das Konzept der Fortbildung Verhaltenstherapie.vet wurde vom Referententeam mit Unterstützung der Begründerin und Referentin der Weiterbildung zum „Trainingsspezialist“ für Hundetrainer*innen, der Tierärztin Katja Frey, entwickelt.
Die Fortbildung Verhaltenstherapie.vet gliedert sich in 8 Module. Die Module müssen in der vorgegebenen Reihenfolge absolviert werden, da sie aufeinander aufbauen.
Jedes Modul behandelt einen eigenen Themenbereich und konzentriert sich auf das praktische Tiertraining.
Veranstaltet wird die Fortbildung online via Zoom.
Vor jedem Modul findet zudem ein Theorie-Webinar statt.
Der Fokus der Fortbildung liegt auf praktischem Training, weshalb ein Hund, eine Katze oder ein anderes trainingsbereites Tier zum Training vorhanden sein muss, welches durch Futterbelohnungen motivierbar ist. Wenn Sie unsicher sind, ob sich Ihr Tier zur Teilnahme eignet, sprechen Sie uns bitte an. Das praktische Training findet in Zweiergruppen statt. Durch den guten Betreuungsschlüssel von 2 Referent*innen und mehreren Coaches auf 16 Teilnehmer*innen ergibt sich eine individuelle Betreuung während des praktischen Trainings.
Praxisorientierte Anwendung der Lerntheorie und Trainingssysteme in der Verhaltenstherapie
Aufbau einer Arbeitsgrundlage mit dem Tier durch das Training von höflichem Verhalten auf der Basis positiver Verstärkung
Praktische Anwendung der Trainingssysteme Formen und Locken beim Training von Basisübungen, die für den Alltag und das Lösen von Problemsituationen hilfreich sind, z.B. Blickkontakt aufnehmen, dem Menschen folgen, sich auf eine Unterlage begeben oder ein Zielobjekt berühren
Die Verwendung von Targets in der Verhaltenstherapie: Praktisches Training und Einsatzmöglichkeiten von konditionierten Zielobjekten
Der fachgerechte Einsatz von Signalen im verhaltenstherapeutischen Training
Praktisches Training von Selbstkontrolle durch positive Verstärkung von erwünschtem Verhalten
Planung und praktische Durchführung der Verhaltenstherapie: Definieren des Trainingsziel, Erstellen eines Trainingsplans, Planung von Trainingsschritten und Belohnungskriterien, Dokumentation des Trainingsfortschritts
Praktisches Training der zuverlässigen Ausführung von Basisverhalten unter Ablenkung und mit ausreichend langer Dauer: Der Schlüssel zum Erfolg für die Anwendung verhaltenstherapeutischer Übungen im Alltag und in Problemsituationen
Training von Tieren mit Angstproblemen: Anwendung verhaltenstherapeutischer Techniken wie Desensibilisierung und Gegenkonditionierung im Alltag und in Problemsituationen
Praktisches Training von entspanntem und auf positiven Gefühlen aufbauendem Verhalten
Positive Trainingsstrategien zum Umgang mit störendem und problematischem Verhalten wie Aggression und Überaktivität
Praktisches Training von erwünschtem Alternativverhalten im Alltag, im Zusammenhang mit Ressourcen sowie bei Begegnungssituationen
Positiver und tierschutzgerechter Einsatz von Trainingshilfsmitteln (u. a. Leine, Maulkorb, Barrieren) zur Kontrolle von Problemverhalten und zur Arbeit mit potenziell gefährlichen Tieren im geschützten Kontakt
Praktisches Erarbeiten und Umsetzen von Trainingsplänen für die Arbeit mit Trainingshilfsmitteln
Vorbeugung von Problemverhalten durch positives Training im Alltag
Medical Training: Training einer freiwilligen Kooperation des Tieres bei Körperpflegemaßnahmen, Untersuchung und Behandlung
Planung und praktische Anwendung des Trainings von Kooperationssignalen, medizinischem Handling und körperlichen Maßnahmen, wie z.B. Blutentnahme, Ohrenuntersuchung, Temperatur nehmen
Theorie und Praxis: Planung und Durchführung eines Behandlungstrainings anhand reeller Praxisfälle
Das Training mit Tierhalter*innen: Gemeinsame Trainingsziele festlegen, notwendige Trainingstechnik vermitteln, Motivation erhalten und den Fortschritt veranschaulichen
Praktische Trainingsaufgaben zum Coaching von Tier und Mensch
Planung und Durchführung der Verhaltenstherapie anhand reeller Praxisfälle
Das Aufbaumodul kann von allen Absolventen der acht regulären Module gebucht werden.
Erkennen der viergliedrigen Kontingenz bei Problemverhalten, Erstellen eines Therapieplans mittels angewandter Verhaltensanalyse sowie Umsetzung der ersten Trainingsschritte mit dem Mensch-Hund-Team in die Praxis
Erzeugen von Trainingsbereitschaft bei „untrainierbaren“ Tieren, Low Stress Handling-Techniken für den Alltag
Das Aufbaumodul kann von allen Absolventen der acht regulären Module gebucht werden.
Planung und Durchführung des Trainings kontrollierter Begegnungssituationen am Beispiel von Begegnungen mit Menschen: Trainingssetting, Sicherheit, Training von Alternativverhalten in Anwesenheit von Statist*innen, Planung des Schwierigkeitsgrades der Ablenkung, Kommunikation mit Tierhalter*in und Statist*in
Besuchertraining, Training körperlicher Manipulationen am Tier durch eine andere Person
Für das praktische Training im Modul sollte eine zweite Person anwesend sein, die die Aufgabe des Statisten/ der Statistin übernehmen kann.